Aal: (Abkürzung für "Andere arbeiten lassen") ironische Umschreibung für das Web-2.0-Prinzip des User Generated Contents.
Hier geht's nicht um fetten Räucherfisch, sondern um eine Ironisierung des Mitmach-Webs. Erfunden hat das Wort Andreas Weigend, früher Chefentwickler bei Amazon.de, erstmals vorgetragen hat Weigend die Thesen bei next10years.com im Hause Sinner und Schrader. Die Redewendung wurde von Bloggern aufgegriffen, sie kritisiert das Bemühen von Medien und werbungtreibenden Unternehmen, mit User Generated Content Gewinne zu machen.
Im Grunde genommen ist das Aal-Prinzip keine neue Entwicklung: Schon eBay funktioniert danach: Das Auktionshaus stellt nur den Onlinemarktplatz bereit, die User kaufen, verkaufen und bewerten selbst. Auch OpenBC/Xing lebt vom Content, den User einstellen. Allerdings ist nicht klar, was daran verwerflich sein soll, wenn Unternehmen Usern nützliche Plattformen zur Verfügung und daran verdienen. Ein jüngeres Beispiel für das Aal-Prinzip ist der Google Image Labeler, bei dem zwei User miteinander um Punkte spielen - und Google mithelfen Fotos besser zu kategorisieren.
Ein Beitrag von Birgitt Brodesser.
Weiterführende Links:
spiegel.de: Helmut Merschmann über die kommerzielle "Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz". (28. Juni 2006)
heise.de/tp: Jörg auf dem Hövel in Telepolis: "Lass das doch die Community machen". (7. Juni 2006)
blogbar.de: Rainer Meyer/Don Alphonso polemisiert über "die Grenzen des Aal-Systems". (13. Juli 2006)
aalprinzip.de: Es gibt sogar schon eine Homepage zu dem Thema - aber an der arbeitet wohl noch niemand.
Verwandte Begriffe im lexikon2:
Community
User Generated Content
Web 2.0






