• Android.

    Android: Googles Open-Source-Projekt soll ein freies Betriebssystem für Handys und Smartphones hervorbringen.

    android_logo-200Die Open-Source-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones und Mobiltelefone basiert auf dem Betriebssystem Linux und der Programmiersprache Java. Entwickelt wird Android von der Open Handset Alliance, einem Zusammenschluss von Google und 33 Partnern, darunter Mobilfunkanbieter wie T-Mobile und China Mobile sowie Gerätehersteller wie Samsung und Motorola. Android soll vor allem Google als Standard auf möglichst viele Handys bringen! Geringe Entwicklungskosten sollen dabei auch günstigere Endgeräte ermöglichen - mit verbesserten Funktionen und leichter Bedienung. Dabei sollen alle möglichen Web-Anwendungen ihren Weg aufs Handy finden: Text, Kommunikation, Social Networking sowie natürlich MP3 und Video. Interessant dabei ist vor allem der Open-Source-Gedanke: Jeder Anwender kann auf die Plattform zugreifen und das System verändern und erweitern. So kann jedes Unternehmen seine eigenen Software-Tools fürs Handy programmieren. Die Entwickler der innovativsten Zusatzanwendungen sollen sogar finanziell belohnt werden. Zu den Kern-Anwendungen von Android gehören Browser, E-Mail-Client, SMS-Programm, Kalender und Google Maps.

    T-Mobile hat im April 2008 verkündet, in den USA noch im selben Jahr erste Handys mit dem Android-Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Die beteiligten Mobilfunkanbieter erhoffen sich von Android vor allem eine stärkere Nutzung des mobilen Internets. Google will mit Android endlich die Handy-Betriebssysteme von Microsoft, Palm, Apple und Nokia angreifen. Das Ziel dahinter: Auch mobil will der Web-Gigant mit seinen Kleinanzeigen möglichst bald recht viel verdienen.

    Ein Beitrag von Kristina Judith.

    Weiterführende Links:
    spiegel.de: Google revolutioniert die Handy-Welt. (5. November 2007)
    code.google.com: Offizielle englische Website von Android.
    youtube.com: Offizielle Video-Vorstellung von Android. (englisch)
    voip-information.de: Ausführliche Informationen zu Android.

    Verwandte Begriffe im lexikon2:
    Browser
    Google
    Open-Source
    Smartphone
    SMS

  • zattoo.com.

    Zattoo.com: Das Schweizer Start-up strahlt das Fernsehprogramm kostenlos im Web aus und begeistert damit sogar ARD und ZDF.

    zattoo_logo-200Zattoo Europe Ltd.
    Elias-Canetti-Strasse 7
    CH-8050 Zürich
    Schweiz
    zattoo.com

    Angebot:
    Zattoo (japanisch für Menschenmenge) stammt aus den USA und bietet in Europa Internet-TV in hoher Qualität. Dabei kooperieren die Macher mit Fernsehsendern und streamen deren Programm kostenlos ins Web. In Deutschland sind derzeit vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit allen Regional-Ablegern sowie DSF und MTV verfügbar. Nutzer müssen sich den Zattoo-Player herunterladen und benötigen einen Breitband-Internetanschluss. Zeitversetztes Fernsehen oder gar das Mitschneiden des Programms sind nicht möglich. Zattoo soll sich durch Werbung finanzieren, die beim Umschalten gezeigt wird. In der Schweiz klappt das auch, in Deutschland ist man noch nicht soweit.

    Stärken:
    pluslex Kostenloses Fernsehen überall, wo es schnellen Online-Zugang gibt.
    pluslex Übersichtliches Design der Seite, einfache Bedienung.
    pluslex Relativ große Sender-Auswahl.

    Schwächen:
    minuslex Kein zeitversetztes Fernsehen möglich.
    minuslex Privatsender wie ProSieben, Sat.1, RTL fehlen komplett.
    minuslex Im Vollbildmodus zum Teil noch schlechte Auflösung.

    Gründer:
    jamin_sughi-80knecht_beat-80Sugih Jamin (rechts), Professor für Informatik an der University of Michigan, und Beat Knecht haben Zattoo gemeinsam gegründet. Jamin wirkt als Vorsitzender sowie technischer Direktor von Zattoo, Knecht als Präsident und CEO. Beat Knecht machte seinen BA-Abschluss in Informatik an der University of California (Berkeley) und seinen MBA an der IMD in Lausanne. Übrigens: Als General Manager für Deutschland und die Schweiz führt Dominik Schmid die Geschäfte im deutschsprachigen Raum.

    Entwicklung:
    Wenjie Wang entwickelt als Student unter Aufsicht seines Doktorvaters Sugih Jamin 2005 eine Technologie, die Live-Video-Übertragungen über das Internet in hoher Qualität ermöglicht. Sugih Jamin erzählt Beat Knecht davon, den er noch aus dem Studium an der University of California in Berkeley kennt. Gemeinsam gründen die drei Entwickler Zattoo. Ein Jahr später, im Juni 2006, startet Zattoo in der Schweiz - pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft. Vier TV-Kanäle können Schweizer Zattoo-Nutzer zu dieser Zeit auf ihrem PC verfolgen. Private Investoren stecken insgesamt rund 16 Mio Schweizer Franken (rund 9,7 Mio Euro) in den Aufbau der Plattform. Inzwischen bietet Zattoo in der Schweiz 60 TV-Kanäle. Mit der Internationalisierung beeilen sich die Gründer: In Dänemark, Spanien, Deutschland, Belgien, Norwegen, Großbritannien und Frankreich sendet Zattoo bereits. In Deutschland sind im April 2008 bereits 46 Fernsehkanäle abrufbar.

    Zahlen:
    Nutzer: 2 Millionen registrierte Nutzer weltweit, 280.000 in Deutschland.
    Mitarbeiter: 50
    Umsatz: keine Angabe für Deutschland, in der Schweiz schafft Zattoo angeblich "schwarze Zahlen"
    (Quelle: Zattoo.com, Stand: April 2008)

    Ausblick:
    minuslex Seit Anfang April darf Zattoo in Deutschland zwar das gesamte Programmangebot der Öffentlich-Rechtlichen zeigen - die großen Privatsender fehlen aber. Ein großes Manko: Ausländische Kanäle können von Deutschland aus fast gar nicht empfangen werden. Zeitversetztes Fernsehen gibt's nicht, weil die Rechte dafür fehlen. Noch ist Zattoo für breite Masse kaum interessant. Aber: Klappt's mit der vollen Sender-Vielfalt, hat das Web-TV eine große Zukunft vor sich.

    Ein Beitrag von Kristina Judith.

    Weiterführende Links:
    spiegel.de: Zattoo darf ARD und ZDF ausstrahlen. (1. April 2008)
    chip.de Zattoo im Praxistest. (10. April 2008)

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  • Die 20 Top-US-Sites im Web 2.0.

    lexikon2-top20-US-Websites2 Das Web 2.0 verändert die Medienwelt. Die Trends kommen aus den USA, doch weltweit müssen Medienmacher sich darauf einstellen. turi2-Redakteur Peter Schwierz hat deshalb die wichtigsten 20 US-Sites analysiert.
    Die wichtigste Entwicklung für Verleger und Medienmacher: Social Networks, die das Medienverhalten jüngerer Menschen revolutioniert haben. Allein zehn der 20 wichtigsten US-Web-2.0-Sites sind laut Schwierz Seiten mit starkem Community-Charakter. Zweitwichtigster Trend ist das Bewegtbild: vier der Top 20 US-Sites haben mit Video zu tun - allen voran YouTube. Die dritte große Entwicklung, auf die Medienmacher sich einstellen müssen, heißt Individualisierung: Seiten wie Flickr, Twitter und Blogger.com sorgen dafür, dass jedermann publizieren kann, Angebote wie Netvibes ersetzen klassische Portale durch individuell konfigurierte News-Startseiten. Die Rolle klassischer Websites könnte sich deshalb auf ein Widget, also ein kleines Fenster in der individuellen Startseite, reduzieren. Die Top 20 im Überblick:

    1. Facebook.com - Social Network
    2. YouTube.com - Video-Plattform
    3. MySpace.com - Social Network
    4. Linkedin.com - Business-Network
    5. Flickr.com - Foto-Community
    6. Digg.com - Social Bookmarking/News-Community
    7. Del.icio.us - Social Bookmarking
    8. Craigslist.org - Kleinanzeigen-Seite
    9. Netvibes.com - Personalisierbare Startseite
    10. Twitter.com - Micro-Blogging
    11. Topix.com - News-Community
    12. Photobucket.com - Foto- und Video-Hoster
    13. imdb.com - Film-Datenbank
    14. Blogger.com - Blog-Anbieter
    15. Friendster.com - Social Network
    16. Huffingtonpost.com - Blog-Netzwerk/Online-Magazin
    17. Etsy.com - Social Commerce
    18. Woot.com - Live-Shopping
    19. aSmallWorld.net - Social Network
    20. Feedburner.com - News-Feed-Manager

    facebook-logo1. Facebook.com: Jung, dynamisch, sexy - das ist Facebook. Das Social Network hat weltweit enormen Zulauf. Gründer Mark Zuckerberg ist nicht nur der jüngste Milliardär aller Zeiten, im Web 2.0 wird er gefeiert wie ein Erlöser. Facebook hat sich früh für externe Entwickler geöffnet - und profitiert von der dadurch entstandenen Dynamik. Etablierte Medien müssen sich darauf einstellen, bei Social Networks wie Facebook nur noch ein Widget zu sein.
    mehr ...

    Youtube_logo2. YouTube.com: Das größte Videoportal der Welt ist für viele Jugendliche wichtiger als Fernsehen. Auch wenn YouTube überall viele kleine Klone hat - für Google soll die Seite zur Goldgrube werden. Noch sind Bewegtbilder im Web recht schwer zu vermarkten. Klappt der Durchbruch, sprudelt vielleicht die Gewinne.
    mehr ...

    myspace_logo3. MySpace.com: Mit über 200 Millionen Nutzern ist das Netzwerk noch immer der weltweit populärste Tummelplatz 2.0. Aber: MySpace ist längst nicht mehr hip und trendy, sondern fast schon altbacken. Die Öffnung für fremde Entwickler kam viel zu spät. Ob der geplante Musikshop das Ruder rumreißen kann, ist fraglich.
    mehr ...

    linkedin_logo4. Linkedin.com: Der Branchen-Primus der Business-Netzwerke wächst zwar weltweit – nur in Deutschland geht es nicht voran. 2003 von Reid Hoffman gegründet, kommt Linkedin bei uns an Xing-King Lars Hinrichs einfach nicht vorbei. Vielleicht klappt's ja mit externen Entwicklern.
    mehr ...

    flickr-logo5. Flickr.com: Die weltgrößte Foto-Community gilt als Vorreiter bei der Benutzung von Tags. Yahoo hat im richtigen Moment zugegriffen und sich Flickr als Prestigeobjekt einverleibt. Allerdings wurden durch den Zukauf unzählige Flickr-Mitglieder über Nacht eben auch zu Yahoo-Nutzern. Nicht ungeschickt.
    mehr ...

    digg-logo6. Digg.com: Social News? Digg hat des Thema groß gemacht. Mit dem US-Pionier können registrierte Nutzer Nachrichten und Links veröffentlichen, bewerten und mit Freunden teilen. Digg ist derzeit die heißeste Sahneschnitte 2.0: Rupert Murdoch, Google und Microsoft wird nachgesagt den Web-Dienst für bis zu 200 Mio Dollar übernehmen zu wollen. Der nächste Big Deal 2.0 ist nur eine Frage der Zeit.
    mehr ...

    Logo-delicious7. Del.icio.us: Der Pionier hat den großen Hype ums Social Bookmarking erst losgetreten. Web-Riese Yahoo hat auch hier zugeschlagen: Für geschätzte 30 bis 35 Mio Dollar bereichert Del.icio.us seit Ende 2005 die 2.0-Kompetenz von Yahoo.
    mehr ...

    craigslist_logo8. Craigslist.org: Spartanisch und simpel kommt die Mutter aller Kleinanzeigen-Seiten daher. Die Plattform hat alle Internet-Krisen überlebt und raubt der US-Presse die Kleinanzeigen-Kunden. Der Erfolg von Craig Alexander Newmark lässt die Konkurrenten vor Neid erblassen: Wie man im hippen Web 2.0 mit einem Design aus dem vorigen Jahrtausend Geld verdienen kann - unklar.
    mehr ...

    netvibes9. Netvibes.com: Mit diesem klasse Tool können sich Nutzer ihre eigene personalisierte Startseite zusammenstellen. Gründer Tariq Krim ist eigentlich Franzose, dennoch ist sein Start-up in San Francisco zuhause. Hunderte Medienpartner machen das Netvibes Universe schon länger zu einem heißen Übernahmekandidaten im Web 2.0.
    mehr ...

    twitter_logo-20010. Twitter.com: Den Tagesablauf im Telegrammstil ins Netz zu scheuchen, gilt in den USA als "das nächste große Ding" im Web. Jedermann teilt jedermann permanent mit, was er gerade tut. Die maximal 140 Zeichen langen Mini-Botschaften landen auf der Twitter-Homesite oder auf der eigenen Website. Auch Branchengerüchte machen so neuerdings fix die Runde. Manchen allerdings nervt das einfach nur.
    mehr ...

    topix_logo-20011. Topix.com: Die Lokalzeitung als News-Community im Web? Bei Topix ist das längst Realität. Topix vereint die automatische Nachrichtensuche, Artikel der Nutzer und Bewertungen á la Digg. Und bevor die Konkurrenz zu groß wird, haben ein paar US-Zeitungskonzerne die Plattform einfach aufgekauft. Ein Vorbild für deutsche Verleger? Mit Sicherheit!
    mehr ...

    photobucket_logo12. Photobucket.com: Der US-Dienst bereichert das Web 2.0 als wichtigster Foto-Hoster mit digitalen Bildern und Videos. Vor allem Nutzer von MySpace und Ebay bezahlen den Online-Speicherplatz, um ihre Seiten in den Social Networks zu befeuern. Grund genug für Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp das Portal neben MySpace gleich mit zu kaufen.
    mehr ...

    imdb_logo13. imdb.com: Die größte Film-Datenbank der Welt sieht zwar nicht zwonullig aus, hat aber alle nötigen Features für die Nutzung 2.0 und darf hier nicht fehlen. Schließlich blickt imdb.com auf eine fast 20-jährige Geschichte zurück - im Webgeschäft ein Jahrtausend.
    mehr ...

    blogger14. Blogger.com: Der Pionier und weltgrößte Blog-Dienstleister gehört, welch Überraschung, auch längst zu einem Big-Player. Google hat sich die Plattform mit der Top-Technik 2003 gesichert. Die deutsche Community von Blogger.com ist allerdings nur schwach vernetzt. Im Blog-Geschäft ist die Konkurrenz eben groß.
    mehr ...

    friendster_logo15. Friendster.com: Es war das erste populäre Social Network der USA. Doch dem 2002 hoffnungsvoll gestarteten Community-Vorreiter hat MySpace schnell den Rang abgelaufen. Ein Verkauf an Google wurde voreilig abgelehnt, mit der Entwicklung kam man trotz reichlich Kapital nicht hinterher. Gründer Jonathan Abrams ist längst entmachtet.
    mehr ...

    huffpost_logo-23516. Huffingtonpost.com: Das Blog-Netzwerk ist binnen drei Jahren zur professionellen Online-Zeitung mutiert. Die Huffpost gräbt den etablierten Medienhäusern die Werbekunden ab und zeigt: Blogging mit Business-Modell funktioniert. Für ihre Kombination von Bloggen und Journalismus wird Arianne Huffington schon lange nicht mehr belächelt - sondern von Verleger mit Argusaugen beobachtet.
    mehr ...

    etsy_logo-20017. Etsy.com: Der Flohmarkt 2.0 für handgemachte Produkte abseits des Mainstreams gilt als US-Pionier in Sachen Social Commerce. Selbst das Verlagshaus Burda, das auch mit dem deutschen Etsy-Klon DaWanda kooperiert, ist mit reichlich Kapital an Etsy beteiligt. Manche feiern Etsy bereits als legitimen Nachfolger von Ebay.
    mehr ...

    woot_logo18. Woot.com: Ein Produkt pro Tag - so einfach ist das Erfolgsrezept der beliebten Live-Shopping-Seite aus dem beschaulichen Dallas. Rund 40 Mio US-Dollar Umsatz macht der Elektronik-Großhändler Matt Rutledge im Jahr mit Woot. Grund genug, die Idee weltweit hundertfach zu kopieren.
    mehr ...

    logo_asmallworld19. aSmallWorld.net: Die Online-Community für den internationalen Jet-Set setzt auf Exklusivität – rein kommt nur, wer eingeladen wird. Die rund 150.000 kaufkräftigen Nutzer sind bei Werbekunden heiß begehrt. Die Exklusivität der kleinen Welt zu halten, ist allerdings nicht einfach.
    mehr ...

    feedburner20. Feedburner.com: Der News-Feed-Manager bietet zusätzlich zur einfachen RSS-Verwaltung umfangreiche Statistiken zu den ausgelieferten RSS-Feeds. Auch dieses kleine Technik-Genie hat Web-Gigant Google frühzeitig geschluckt - für 100 Mio US-Dollar.
    mehr ...

  • Huffingtonpost.com.

    Huffingtonpost.com: Arianne Huffingtons Blog-Netzwerk ist binnen drei Jahren zur professionellen Online-Zeitung mutiert.

    huffpost_logo-300HuffingtonPost.com Inc.
    New York / Los Angeles
    huffingtonpost.com

    Angebot:
    Qualitativ hochwertige Inhalte kostenlos im Netz - die Huffington Post liefert genau das. Und macht damit den klassischen Medien ihren Platz im Web streitig. Hunderte Blog-Autoren, darunter viele Berühmtheiten, veröffentlichen auf der Webseite News und Kommentare. Die meisten Blogger schreiben sogar kostenlos, freuen sich darüber, als Autor neben Gwyneth Paltrow zu stehen. Beim Thema Politik ist die Huffington Post besonders stark, andere Bereiche wie Medien und Unterhaltung werden permanent ausgebaut. Die Huffpost, wie die Seite freundschaftlich genannt wird, erlebt gerade die Transformation vom Blog-Netzwerk zur umfassenden Online-Zeitung. Dutzende Redakteure und Techniker organisieren mittlerweile die Inhalte auf der Webseite.

    Stärken:
    pluslex Riesiges, meinungsstarkes Content-Netzwerk.
    pluslex Starke Performance im Bereich Politik und Medien.

    Schwächen:
    minuslex Teilweise unübersichtliche Seitenstruktur.

    Gründer:
    huffington_arianna-100Die politisch engagierte US-Kolumnistin Arianna Huffington gründet ihre Huffington Post zusammen mit dem Medienmanager Kenneth Lerer. Die geborene Griechin ist nicht nur eine der bekanntesten Journalistinnen der USA, das "Time Magazine" zählt Arianna Huffington 2006 auch zu den 100 einflussreichsten Personen des Landes. Ihr Nachname (und ihre Villa) sind übrigens Überbleibsel aus ihrer zehnjährigen Ehe mit dem kalifornischen Multimillionär Michael Huffington.

    Entwicklung:
    Die in der amerikanischen Öffentlichkeit bestens vernetzte Arianna Huffington staret ihr Blog im Mai 2005. Ihr kosequentes Anschreiben gegen den Irak-Krieg wird geschätzt, viele bekannte Persönlichkeiten weollen auch für die Website schreiben. So entsteht binnen kurzer Zeit ein professionelles Blog-Netzwerk und eine der meistgeklickten US-Webseiten. Doch Arianna Huffington geht noch einen Schritt weiter: Im Herbst 2007 entwickelt sie ihr werbefinanziertes Business-Blog zur Online-Zeitung weiter, liefert News rund um die Uhr und wirbt fleißig Journalisten von den klassischen Medien ab. Venture Capital für den Ausbau der Plattform bekommt sie von Softbank Capital und Greycroft Partners.

    Zahlen:
    Leser: rund 3,5 Millionen pro Monat
    Blogs im Netzwerk: 1800 (darunter die von Hollywoodstars wie Alec Baldwin oder Jamie Lee Curtis)
    Umsatz: keine Angabe
    Gewinn: keine Angabe
    Mitarbeiter: 43 (hauptsächlich Journalisten und Techniker)
    (Quelle: huffingtonpost.com Stand: März 2008)

    Ausblick:
    minuslex So erfolgreich Arianna Huffington auch ist, den Tod der Zeitungen sieht sie persönlich noch längst nicht gekommen. Trotzdem gräbt sie mit ihrer Huffpost auch den etablierten Medienhäusern die Werbekunden ab. Die Huffington Post zeigt: Blogging mit Business-Modell funktioniert. Ihr Erfolgsrezept ist die Kombination von Bloggen und Journalismus. Belächelt wird Arianna Huffington schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: Verleger beobachten die Entwicklung der Seite mit Argusaugen.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    fr-online.de: Wie die Huffpost zum einflussreichsten Polit-Blog der USA wurde. (17. Mai 2008)
    spiegel.de: Die Erfolgsgeschichte der Huffpost. (10. April 2008)
    taz.de: Huffington als Online-Terminator. (26. November 2007)
    ft.com: Huffington Post mutiert zur Online-Zeitung. (1. Oktober 2007)
    handelsblatt.com: Arianne Huffington und ihre Web-Zeitung im Portrait. (31. Mai 2007)
    sueddeutsche.de: Interview mit Arianne Huffungton. (25. Januar 2007)

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  • Woot.com.

    Woot.com: Ein Produkt pro Tag - so einfach ist das Erfolgsrezept der beliebten Live-Shopping-Seite aus dem beschaulichen Dallas.

    woot_logoWoot.com
    Carrollton, Texas
    woot.com

    Angebot:
    Einfacher geht E-Commerce nicht: Woot.com verkauft jeden Tag ein bestimmtes Produkt und gilt damit als Vorreiter des Geschäftsmodells "One deal a day" im Web. Vorrätig ist meist nur eine bestimmte Anzahl an Exemplaren - weshalb die Angebote oft schon am Nachmittag ausverkauft sind. Alle 24 Stunden, immer pünktlich um Mitternacht, gibt's ein neues Produkt. Der Name Woot ist an den Ausdruck "w00t" angelehnt, der im Netzjargon für überschwängliche Freude über ein überraschendes Ereignis steht. Woot.com bietet vor allem Elektronik von der Kamera bis zum Rasierer an. Als registrierter Nutzer kann man am regen Austausch der Community über Produktwünsche und Bewertungen teilhaben. Einige Woot-Ableger praktizieren das gleiche Verkaufsmodell mit bestimmten Produktgruppen, wie die Woot-Shops für Wein oder T-Shirts. Dort gibt es sogar Eigenmarken, die die Nutzer mitgestalten können.

    Stärken:
    pluslex Simple, aber erfolgreiche Geschäftsidee.
    pluslex Einfache Bedienung, verständliches System.

    Schwächen:
    minuslex Viele Nachahmer machen Expansion schwer.
    minuslex Ein Produkt am Tag bedeutet natürliche Umsatzgrenzen.

    Gründer:
    rutledge_mattAls erfahrener Elektronik-Großhändler hieft Matt Rutledge 2004 sein Geschäft einfach ins Web. Als CEO führt der Gründer Woot.com bis heute - unterstützt von seinem Partner und Bruder Dave Rutledge.

    Entwicklung:
    Der Elektronik-Großhändler Matt Rutledge startet Woot.com nach einem Jahr Entwicklung im Juli 2004 in Dallas. Sein Bruder und Partner Dave geht da noch aufs College. Anfangs gibt es pro Woche ein Produkt, beim Relaunch 2005 startet der tägliche Wechsel. Die Gründer begeistern ihre Kunden seitdem mit pfiffigen Produktbeschreibungen und amüsanten Newsletter- und Blogbeiträgen. Im Oktober 2005 hat Woot bereits über 200.000 registrierte Nutzer. Mittlerweile beläuft sich der Tagesumsatz auf über 100.000 US-Dollar. Im September 2007 startet ein Ableger in Kooperation mit Yahoo-Shopping. Der Online-Händler Amazon steigt Anfang 2008 mit 4 Mio Dollar bei Woot.com ein.

    Zahlen:
    Registrierte Nutzer: über 800.000
    Umsatz: rund 40 Mio US-Dollar (laut Schätzungen)
    Gewinn: keine Angabe
    Mitarbeiter: 30
    (Quelle: woot.com Stand: Februar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Woot.com ist so einfach wie Live-Shopping im Web 2.0 nur sein kann. Ein Produkt pro Tag - das versteht jedes Kind. Und weltweit haben Web-Gründer das Woot-Modell schon hundertfach kopiert. Das Geschäftsmodell ist simpel und profitabel zugleich, Woot.com erwirtschaftet zwar keine Milliarden, solide Millionen aber allemal.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    valleywag.com: Amazon geht bei Woot an Bord. (11. Januar 2008)
    basicthinking.de: Robert Basic über die Umsatzmaschine Woot. (28. Februar 2007)
    time.com: Das Time-Magazine zählt Woot zu den 50 coolsten Shopping-Seiten. (22. Juni 2005)
    pcmag.com: Kurz-Test von Woot. (20. April 2005)
    wikipedia.org: Umfangreicher Woot-Eintrag.
    woot.com/blog: Das Blog zur Shopping-Seite.

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  • Etsy.com.

    Etsy.com: Der Flohmarkt 2.0 für handgemachte Produkte abseits des Mainstreams gilt als US-Pionier in Sachen Social Commerce.

    etsy_logoEtsy Inc
    325 Gold St., 6th Floor
    Brooklyn, NY 11201
    etsy.com

    Angebot:
    Etsy setzt voll und ganz auf Social Commerce. Die US-Plattform zum Kaufen und Verkaufen von handgemachten Produkten (beispielsweise individuelle Kleider, Schmuck, Kunst und Spielzeug) diente auch deutschen Gründern als Vorbild. So hat sich das erfolgreiche Berliner Start-up DaWanda an Etsy orientiert. Bei Etsy können User mit ihrem Profil Produkte bebildert einstellen, andere Angebote bewerten, kommentieren und natürlich kaufen. Außerdem können sich die Nutzer zu virtuellen Workshops treffen und miteinander kommunizieren. Das Geschäftsmodell von Etsy ist einfach: Die Plattform verdient wie Ebay mit Provisionen (3,5 Prozent des Preises) bei Verkäufen. Außerdem kommt eine Grundgebühr von 0,20 Dollar pro eingestelltem Artikel dazu.

    Stärken:
    pluslex Große, kreative und aktive Community.
    pluslex Gesundes Geschäftsmodell mit kalkulierbaren Einnahmen.

    Schwächen:
    minuslex Internationalisierung ohne Übernahmen kaum möglich.

    kalin_robert-100Gründer:
    Der Designer Robert Kalin, der seinen Abschluss an der New York University gemacht hat, gründet Etsy im Sommer 2005 zusammen mit Chris Maguire and Haim Schoppik.

    Entwicklung:
    Etsy geht bereits am 18. Juni 2005 an den Start und wächst langsam aber beständig. Im Juli 2007 feiert Etsy bereits eine Million Verkäufe. Im November geben Käufer auf der Plattform 4,3 Mio Dollar für 300.000 Produkteinkäufe aus. Beim Thema Venture Capital gehen die Gründer behutsam vor. In drei Kapitalrunden streichen sie von Juni 2006 bis Juli 2007 knapp 5 Mio Dollar ein, geben dafür aber nur wenige Firmenanteile ab. Das deutsche Verlagshaus Burda steigt im Juli 2007 bei Etsy ein. Im Januar 2008 gibts für die angestrebte internationale Expansion satte 27 Mio US-Dollar Risikokapital. Auch Burda ist erneut mit dabei.

    Zahlen:
    Registrierte Verkäufer: rund 60.000
    Registrierte Nutzer insgesamt: über 650.000
    Umsatz: rund 2 Mio US-Dollar im Jahr 2007.
    Gewinn: keine Angabe
    Mitarbeiter: 48
    (Quelle: etsy.com Stand: Januar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Social Commerce hat Zukunft. Das weiß man sogar bei Burda. Handgemachte Produkte jenseits des Mainstreams sind gefragt. Etsy hat deshalb beste Chancen sich auch langfristig zu etablieren. Manche feiern Etsy bereits als legitimen Nachfolger von Ebay. Doch um international zu wachsen, wird die Firma irgendwann an Übernahmen kaum vorbei kommen. Die Gründer haben bislang auf organisches Wachstum gesetzt. Jetzt gehts mit vielen Millionen hinaus in die Welt. Hoffentlich behalten die Gründer dabei einen kühlen Kopf.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    techcrunch.com: Etsy streicht 27 Mio Dollar ein. (30. Januar 2008)
    derstandard.at: Hobby-Bastler profitieren von Etsy. (17. Januar 2008)
    businessweek.com: Burda steigt bei etsy ein. (23. Juli 2007)
    businessweek.com: Etsy-Portrait zum 2. Geburtstag. (12. Juni 2007)
    spiegel.de: Die modernen Handarbeits-Hacker. (25. Mai 2007)
    focus.de: Video-Interview mit Robert Kalin. (10. April 2007)
    wikipedia.org: Kleiner Etsy-Überblick.

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  • topix.com.

    topix.com: In der US-News-Community werden vor allem lokale Nachrichten schwer zwonullig diskutiert und verlinkt.

    topix_logoTopix LLC
    1001 Elwell Court
    Palo Alto, CA 94303
    Telefon: 001 - 650 461 8300
    topix.com

    Angebot:
    Topix ist als amerikanische News-Community in Deutschland relativ unbekannt. Die Schlagzeilen beherrscht vor allem der US-Pionier digg.com. Dabei kann Topix mit einzigartigen Features überzeugen. Das Online-Portal kombiniert die automatisierte Nachrichtensuche in über 50.000 Online-Quellen (News-Seiten und Blogs) mit dem sozialen Ansatz der Nutzerbeteiligung: Während bei Digg die Bewertung eines Artikels über die Relevanz entscheidet, ist bei Topix die Anzahl der Kommentare ausschlaggebend. Mit ihrem Profil können sich die User vernetzen und sogar selbst lokale Nachrichten mit Fotos einstellen, verlinken und diskutieren. In einem virtuellen Newsroom können selbst Journalisten und ambitionierte Blogger Artikel gestalten. Diese können dann nach dem Wikipedia-Prinzip von allen Topix-Autoren überarbeitet werden.

    Stärken:
    pluslex Sehr gute themen- und ortsbasierte Suchfunktion.
    pluslex Große, diskussionsfreudige Community.

    Schwächen:
    minuslex Angebot ist international relativ unbekannt.

    skrenta_rich-100 Gründer:
    Der berühmteste Co-Gründer von Topix ist Rich Skrenta, der als Programmierer schon in jungen Jahren zweifelhafte Bekanntheit erlangte: 1982 programmierte Skrenta den ersten bekannten Computer-Virus. Vor der Topix-Gründung war Rich Skrenta auch führend an der Entwicklung des "Open Directory Projects", dem umfangreichsten von Menschen erstellten Link-Katalog im Web, beteiligt. Bis Ende Juni 2007 führte Skrenta Topix als Vorstandschef.

    Entwicklung:
    Topix.net geht 2002 als reiner News-Aggregator an den Start. Im März 2005 übernehmen die US-Zeitungskonzerne Gannett, McClatchy und Tribune für 15 Mio Dollar 75 Prozent der Firma. Im Dezember 2005 stellt Topix Foren für Diskussionen bereit. Im Januar 2007 kauft das Unternehmen die Domain topix.com für eine Million US-Dollar von einer kanadischen Firma. Im April öffnet sich die Plattform für User Generated Content. Seitdem können die Nutzer lokale Nachrichten selbst einstellen und diskutieren.

    Zahlen:
    Unique Visitors: über sechs Mio im Oktober 2007
    Page Impressions: über 46 Mio im Oktober 2007
    Umsatz: keine Angabe
    Gewinn: keine Angabe
    (Quelle: topix.com Stand: Januar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Topix bezeichnet sich selbst als führende News-Community im Web. Auch wenn das Angebot in Deutschland kaum bekannt ist, die US-Zeitungskonzerne haben die Vorteile der Plattform schnell erkannt. Nachrichten aus der Nachbarschaft sind begehrt. Vielleicht ersetzt Topix.com ja irgendwann die amerikanischen Lokalzeitungen. Die Verlage wirds wohl kaum stören, sie sind ja längst an Bord.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    zweinull.cc: Die Vorzüge von Topix. (22. April 2007)
    localonliner.com: (4. April 2007)
    paidcontent.org: Topix kauft .com-Domain für 1 Mio Dollar. (12. März 2007)
    skrenta.com: Blog von Gründer Rich Skrenta.

    Zum Inhaltsverzeichnis lexikon2

  • imdb.com.

    imdb.com: Die größte Film-Datenbank der Welt sieht zwar nicht zwonullig aus, hat aber alle nötigen Features für die Nutzung 2.0.

    imdb_logoIMDb, Inc.
    P.O. Box 81226
    Seattle, WA 98108-1226
    imdb.com

    Angebot:
    Die "Internet Movie Database" (IMDb, zu deutsch "Internet-Filmdatenbank") ist die weltweit größte Datenbank für Kinofilme, Fernsehserien, Videoproduktionen und Videospiele. Sie enthält alle wesentlichen Fakten zu den Produktionen und den Personen, die dahinter stehen. Hollywood-Fans kommen an imdb.com quasi nicht vorbei. Die Website bietet derzeit Infos zu über einer Million Filmproduktionen und zu über zwei Millionen Filmschaffenden. Nutzer können kostenlos nach Filmen, Schauspielern, Film-Charakteren und sogar Zitaten suchen. Neuere Einträge zeigen zudem auch Fotos und Trailer. Auch wenn die Seite optisch nicht gerade zwonullig daher kommt, bietet sie viele Möglichkeiten für Interaktion: Nutzer können die Einträge diskutieren, bewerten und - nach vorheriger Registrierung - sogar vervollständigen. Ein kostenpflichtiger Pro-Account bietet zusätzliche Infos wie Statistiken und Agenten-Kontakte.

    Stärken:
    pluslex Ständig aktualisierte und gigantisch große Datenbank.
    pluslex Gute Suchfunktion auch für sehr alte Filme.
    pluslex Diverse Rankings spucken immer aktuelle Top-Listen aus.

    Schwächen:
    minuslex Unattraktives Design.
    minuslex Teilweise umständliche Navigation.

    nedham_col-100Gründer:
    Col Needham gilt als Gründer der Film-Datenbank imdb.com, weil er 1990 die Listen der damaligen Newsgroup-User mit Hilfe von Programmen zusammenführt. Der Hollywood-Reporter führt das Projekt aber auch nach der Kommerzialisierung weiter und wird später Geschäftsführer des Portals.

    Entwicklung:
    Die Filmdatenbank blickt auf eine für Webverhältnisse steinzeitliche Geschichte zurück: Weit vor 1990 sammeln Filmbegeisterte in der Newsgroup rec.arts.movies Listen über Filme und Schauspieler. Im Oktober 1990 führt Col Needham diese Listen zur ersten Version von imdb.com zusammen. Wer sie nutzen will, muss sie zu diesem Zeitpunkt aber noch auf seinem Rechner installieren. 1994 wird die Datenbank dann per E-Mail zugänglich. Kurz darauf folgt die webbasierte Version. Nach heftigen Debatten wird 1996 aus imdb.com eine Firma, die in Besitz der vielen Macher bleibt. Der große Erfolg bringt die Webseite schnell an technische Grenzen. Geld muss her, mehrere Kaufangebote werden aber ausgeschlagen. Dann schlägt 1998 der Online-Buchhändler Amazon.com zu und betreibt die Plattform seitdem.

    Zahlen:
    Unique Visitors: über 18 Mio im Dezember 2007.
    Umsatz: keine Angabe
    Gewinn: keine Angabe
    (Quelle: imdb.com / compete.com / Stand: Januar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Die Filmdatenbank imdb.com beweist, dass auch ein Angebot der alten Schule im modernen Web 2.0 mithalten kann. Mit Amazon.com hat eine Firma die Führung übernommen, die das Internet versteht. Und auch wenn imdb.com optisch recht altbacken daher kommt - echte Filmfreaks kommen aufgrund der riesigen und gut gepflegten Datenbank an der Seite auch künftig nicht vorbei.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    heise.de: IMDb wird 15 Jahre alt. (18. Oktober 2005)
    wikipedia.org: Ausführlicher Eintrag über IMDb.
    imdb.com: Die Geschichte als Selbstdarstellung.

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  • friendster.com.

    friendster.com: Dem 2002 hoffnungsvoll gestarteten Vorreiter in Sachen Social Networking hat MySpace schnell den Rang abgelaufen.

    friendster_logoFriendster, Inc.
    568 Howard Street
    San Francisco, CA 94105
    friendster.com

    Angebot:
    Friendster.com ist ein Social Network in Reinstform und noch dazu das erste populäre seiner Art in den USA. Nutzer können ihr Profil anlegen, es mit Bildern, Musik und Videos dekorieren, und sich mit Freunden und Bekannten vernetzen sowie kommunizieren. Durch eine Kooperation mit dem P2P-Anbieter Grouper können Nutzer auch auf Videos und MP3s zugreifen, die Freunde auf ihrer Festplatte gespeichert haben. Außerdem können kleine Anwendungen externer Anbieter im Profil installiert und genutzt werden. 2006 bekommt Friendster ein Patent über die Berechnung und Darstellung von Freundschaftsbeziehungen in Sozialen Netzwerken zugesprochen. Es beschreibt einen Mechanismus, persönliche Bekanntschaften zwischen angemeldeten Benutzern eines Computersystems zu speichern.

    Stärken:
    pluslex Angenehmes Design, einfache Bedienung.

    Schwächen:
    minuslex Kaum Innovatives.

    abrams_jonathan-100Gründer:
    Jonathan Abrams hat als Software-Entwickler unter anderem für Netscape gearbeitet, bevor er sich 2002 an die Entwicklung von Friendster machte. Nach seinem Abgang gründete er das Start-up Socializr, das Nutzern beim Organisieren von Partys und Veranstaltungen helfen will.

    Entwicklung:
    Jonathan Abrams entwickelt den Dienst im Sommer 2002. Sein Antrieb: Frisch getrennt, sucht er eine neue Freundin, ist von den damals üblichen Single-Plattformen aber schwer enttäuscht. Ein geschlossenes System muss her, in dem man sich einfach vernetzen und miteinander kommunizieren kann. Friendster schlägt ein: Nach nur fünf Monaten Beta-Phase zählt es schon eine Million Nutzer. Im Oktober 2003 bekommt die Firma über 53 Mio US-Dollar Venture Capital. Im selben Jahr lehnt Gründer Abrams ein Kaufangebot von Google ab. 30 Mio Dollar bietet der Suchmaschinen-Riese, doch seine Investoren raten Abrams ab. Ein folgenschwerer Fehler. Bis April 2004 gilt Friendster zwar als das größte Soziale Netzwerk im Web. Dann wird die Plattform plötzlich von MySpace überholt, das mit einer offenen Struktur und Musik als Hauptthema punktet. 2005 gibt's zwar nochmal frisches Kapital von den Investoren - der Gesamtwert von Friendster wird dabei aber deutlich herabgestuft. Die Investoren verbieten sogar den Upload von Musik, was die Abwanderung der Nutzer zu MySpace noch anfeuert. Die Geldgeber bleiben hart, entmachten Gründer Jonathan Abrams und setzen Kent Lindstrom als neuen Chef der Firma ein.

    Zahlen:
    Registrierte Mitglieder: 54 Millionen weltweit
    Umsatz: keine Angabe
    Gwinn: keine Angabe
    (Quelle: friendster.com / Stand: Januar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Die Geschichte von Friendster ist schön traurig: Der Vorreiter im Social Web kam mit der rasanten Entwicklung nicht mit und ist auf der Strecke geblieben. Ein früher Verkauf hätte aus hetiger Sicht mehr Sinn gemacht. Denn MySpace und Facebook sind längst nicht mehr einzuholen. Friendster bleiben da wohl langfristig nur noch die Krümel vom großen 2.0-Kuchen.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    wired.com: Jonathan Abrams im Interview. (4. November 2007)
    netselektor.de: Friendster vs. MySpace. (15. Dezember 2006)
    zdnet.de: Friendsters trauriges Schicksal. (16. Oktober 2006)
    businessweek.com: Was Friendster mit dem Patent anstellt. (14. Juli 2006)
    heise.de: Friendsters Patent 2.0. (9. Juli 2006)
    sixtus.net: Die Gründung von Friendster. (26. August 2003)

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  • photobucket.com.

    photobucket.com: Der US-Dienst bereichert das Web 2.0 als wichtigster Foto-Hoster mit digitalen Bildern und Videos.

    photobucket_logoPhotobucket inc.
    Denver, Colorado
    photobucket.com

    Angebot:
    Bei dem US-Dienst Photobucket.com können registrierte Nutzer ihre digitalen Bilder und Videos hochladen und langfristig speichern, um sie dann in ihr Blog, in Social Networks wie MySpace, Facebook oder bei Ebay einzubinden. Die Bilder lassen sich in Diashows und Alben organisieren. Viel mehr als dieses Foto- und Video-Hosting bietet Photobucket nicht. Entsprechend spartanisch kommt die Seite daher. Ein kostenloser Basis-Zugang beinhaltet 1 GB Speicherplatz und 25 GB Transfervolumen im Monat. Wer mehr will, bekommt für 25 Dollar im Jahr monatlich 5 GB Speicherplatz und hat keine Begrenzung beim Transfer. Mit Konkurrenten wie Flickr ist Photobucket kaum zu vergleichen. Flickr bietet eine Community und unzählige Features. Doch MySpace- und eBay-Nutzer brauchen so etwas nicht - und freuen sich stattdessen über einen soliden Hosting-Anbieter für ihre Fotos.

    Stärken:
    pluslex Schneller und einfacher Upload.
    pluslex Einfache Einbindung der Fotos per Link-Code.

    Schwächen:
    minuslex Spartanisches Design, wenige Funktionen.
    minuslex Lange Ladezeiten bei Videos.

    Gründer:
    welch_alex-100Alex Welch (Foto) und Darren Crystal heben Photobucket.com im Jahr 2003 aus der Taufe. Der Software-Entwickler und Entrepreneur Welch leitet Photobucket als Vorstandschef, IT-Experte Crystal, zuvor im Dienst von IBM, ist Technik-Chef.

    Entwicklung:
    Dank der MySpace-Nutzer etabliert sich Photobucket als wichtigster Foto-Hoster in den USA sehr schnell und wird auch hierzulande gern genutzt. Ende Mai 2007 nutzt Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp, der auch Besitzer von MySpace ist, seine Chance und kauft das Foto- und Videoportal. Der Preis wird zwar nicht nicht genannt, Insider sprechen allerdings von 250 bis 300 Millionen US-Dollar.

    Zahlen:
    Registrierte Mitglieder: über 45 Millionen
    Visits: 34,6 Million Besuche weltweit pro Monat
    Eingestellte Fotos: 4,5 Milliarden
    (Quelle: photobucket.com / Stand: Januar 2008)

    Ausblick:
    minuslex Photobucket ist in Zeiten des Web 2.0 geradezu unabdingbar. All die Fotos und Videos, die in den großen US-Netzwerken veröffentlicht werden, müssen schließlich irgendwo gespeichert werden. Mit einem soliden Geschäftsmodell ausgestattet, wird Photobucket für News Corp sicher noch den ein oder anderen Dollar erwirtschaften.

    Ein Beitrag von Peter Schwierz.

    Weiterführende Links:
    heise.de: News Corp kauft Photobucket. (30. Mai 2007)
    netzwelt.de: Foto-Hosting bei Photobucket. (2. Juli 2006)

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